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WS - Stereo2Lenti

Dieses Programm ist ein 2Dzu3D Konverter, mit dem Sie aus einem Stereo Foto-Paar leicht und schnell ein 3D Lenticularbild machen können. Das Programm eignet sich perfekt für Portraits, die in etwa den in diesem Workshop vorgestellten Beispielen entsprechen. Weniger gut geeignet sind Gruppenaufnahmen oder generell Bilder, die aus einer Vielzahl kleiner Details oder weit im Raum hintereinander gestaffelter Inhalte bestehen.

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Anleitung

Machen Sie ein Stereo-Foto Bildpaar mit:

- einer Fujifilm Finepix 3D Kamera ( folgende Beispiele sind mit dieser Kamera gemacht).
- mit 2 gleichen Kameras, die nebeneinander stehend synchron ausgelöst werden.
- oder mit nur einer Kamera auf einer Schiene, mit der Sie nacheinander 2 Aufnahmen machen.

In allen Fällen ist es wichtig, dass die Bilder weder verdreht noch in der Höhe versetzt sind. Es darf nur quer-Verschiebung geben! Sollte diese Bedingung auf Ihre Bilder nicht zutreffen, dann sollten Sie sie in einer Bildbearbeitungs-Software zuerst entsprechend ausrichten.

Der seitliche Abstand der Kameras sollte bei einen Standardportrait, entsprechend der Beispiele hier, ca 8 cm betragen. Das entspricht in etwa dem Augenabstand. Die linke Kamera schaut also etwas von links und die rechte Kamera etwas von rechts auf Ihre Szene. Es gilt die Regel: dass wenn Ihr Bildgegenstand weit weg ist, die Bilder weiter auseinander liegend gemacht werden müssen. Im Makro Bereich dagegen - also wenn Sie z.B. ein Insekt porträtieren möchten - können es auch nur wenige Millimeter sein.

Das Programm wertet die horizontale Parallaxe, also die Querverschiebung der Vordergrund- zu Hintergrund- Elemente in beiden Bildern automatisch aus und generiert daraus eine sogenannte "Tiefenmaske". Mittels dieser Tiefenmaske wird das 3D Bild aus dem linken Kamerabild erzeugt. Wenn in den Bildern zusätzlich zur (erforderlichen) Querverschiebung auch ein (unerwünschter) Versatz in der Höhe vorliegt, wird die automatische Erkennung der Bildpunkte bis hin zur Unmöglichkeit erschwert. Sie müssen dann alle Punkte von Hand bestimmen.


Dies ist die Programmoberfläche:


screen1


Funktionen des Programms

buttons1

"DEMO PROJEKT LADEN"
Hier laden Sie ein voreingestelltes Portrait Projekt.

"HILFE"
bringt Sie auf diese Internet Seite

"SCAN"
hiermit können Sie eine automatische Analyse des Bildes auslösen. "Stop Scan" hält den Vorgang an. Der automatische Scan ist nicht 100% perfekt. Normalerweise müssen einige Messpunkte manuell nachjustiert werden.

Buttons2

"1. NULLPUNKT FESTLEGEN"
diese Funktion brauchen Sie, um die beiden geladenen Bilder zueinander auszurichten. "Abbrechen" bricht den Vorgang ab, "Übernehmen" (hier rot) übernimmt Ihre Einstellung. Die Farbe der Schaltfläche wechselt dann auf grün, um anzuzeigen, dass dieser Arbeitsschritt getan ist..

"2. BESCHNEIDEN"
hiermit beschneiden Sie das Bildpaar auf ein einstellbares Seitenverhältnis (im Bild oben für das Format: 700x500).
"Abbrechen" bricht den Vorgang ab, "Übernehmen" (hier rot) übernimmt Ihre Einstellung. Die Farbe der Schaltfläche wechselt dann auf grün.

"HINTEN - VORN"
Hier wird angezeigt, ob ein Punkt im Bild vor oder hinter der Bildebene liegt.

"Pfeiltasten + X"
Verschieben und löschen von Messpunkten.

buttons3

"VORSCHAU"
erzeugt eine animierte 3D Vorschau.

"GESCHWINDIGKEIT"
erhöht oder vermindert die Abspielgeschwindigkeit der Vorschau

"STRECKEN"
erweitert die räumliche Tiefe.

"ZURÜCK <-> VOR"
verschiebt das ganze Bild im Raum.

"TIEFE"
verändert die Gesamt-Tiefe des Bildes.

buttons4

Die Export Optionen.

"NUR MASKE EXPORTIEREN"
speichert nur die Tiefenmaske, zur Weiterverarbeitung z.B. im 3DZ 2Dzu3D Konverter.

"BILDSEQUENZ EXPORTIEREN"
speichert eine 3D Bild-Sequenz in 19 Frames. Sie können diese Frames mit einem Lenticular Interlacer zum 3D Lenticularbild berechnen oder z.B. auch ein animiertes Gif daraus machen.

"LENTICULARBILD BERECHNEN"
erzeugt ein 3D Lenticularbild entsprechend der gewählten Größe ("BREITE", "HÖHE") und für den gewählten LPI Wert ("LPI") der Folie.

"JUSTIERRAND"
Lenticularbilder werden mit einer Justierhilfe umgeben berechnet. Die Breite dieser Justier-Linien ist einstellbar.

"EXPORT"
startet die Berechnung.
Grün darunter: Fortschritt und Status des Exports.

"PRINTER SETUP + PRINT"
mit dem integrierten Printmodul drucken Sie hochwertige Lenticularbilder auf einem Tintenstrahldrucker. Laserdrucker sind nicht gut geeignet. Der in der Abbildung rote Balken färbt sich nach dem Printer Setup - in Abhängigkeit von der gewählten Auflösung des Druckers - teilweise oder vollständig grün. Komplett grün bedeutet optimale 1200 ppi. Das sollten Sie anstreben!


Schritt für Schritt:

buttons5

Laden Sie das linke Bild.
Es sollte z.B. "BILD_L.jpg" heißen



Das rechte Bild wird automatisch geladen, wenn es dem linken Bild entsprechend:
"BILD_R.jpg" heißt. Wenn nicht, dann können Sie ein rechtes Bild wählen.

Beide Bilder werden im Programm angezeigt.

screen2

Bilder justieren

Zuerst müssen Sie die beiden Bilder zueinander ausrichten.
Klicken Sie 1. "NULLPUNKT FESTLEGEN"



Das Programm zeigt im mittleren Fenster eine Anaglyphen Überlagerung der beiden Stereobilder. Sie brauchen eine Rot/Cyan Brille, um das Bild in 3D zu sehen. Die Bilder sind stark gegeneinander versetzt und müssen justiert werden.

Klicken Sie dazu im linken Bild auf einen Punkt, der im späteren 3D Bild genau auf der Bildebene liegen soll und damit auch maximal scharf dargestellt wird. Bei Portraits ist dieser Punkt in aller Regel das Auge. Klicken Sie im linken Bild also auf ein Auge.

screen3

Die Bilder werden zueinander ausgerichtet.
Der 3D Effekt wirkt durch die Brille betrachtet sehr natürlich.

screen4

Klicken Sie auf "ÜBERNEHMEN" oder "ABBRECHEN"



Bilder beschneiden

Im nächsten Schritt müssen Sie das Bild beschneiden.
Klicken Sie also "2. BESCHNEIDEN".
Es ist jetzt nur das mittlere Arbeitsfenster sichtbar.



Unterhalb des Buttons "2. BESCHNEIDEN" geben Sie die gewünschte Druckgröße ein. Ob in cm oder mm ist unerheblich, es geht nur um das Seitenverhältnis.



Ziehen Sie mit der Maus im Arbeitsfenster einen Rahmen auf. Der Rahmen hat das eingestellte Seitenverhältnis. Rechter Mausklick löscht den Rahmen. Verschieben Sie den Rahmen, bis Ihnen der Ausschnitt gefällt.

Klicken Sie abschließend "ÜBERNEHMEN" oder "ABBRECHEN".

.


Bei "ÜBERNEHMEN" wird das beschnittene Bild gespeichert und automatisch neu geladen. Der rote Schalter wechselt seine Farbe zu grün, um anzuzeigen, dass dieser Schritt getan ist. Ihr Bild ist jetzt vorbereitet.

2D zu 3D Konvertierung

Setzen Sie jetzt ins linke Bild Punkte.
Das Programm sucht den entsprechenden Punkt im rechten Bild und generiert aus dem seitlichen Versatz eine Tiefeninformation. Die Tiefeninformation wird im ganz rechten Fenster in Form eines Quadrats dargestellt. Je heller der Grauton des Quadrats ist, umso weiter kommt der entsprechende Bildpunkt vorn aus dem 3D Bild heraus. Dunkle Grauwerte markieren in der Tiefe des Raums liegende Punkte.



Wenn die Automatik den entsprechenden Punkt im Gegenbild nicht gefunden haben sollte (was selten vorkommt) können Sie ihn mit der Maus im mittleren Arbeitsfenster verschieben. Sehr präzise können Sie in der Vergrößerung darunter mit den Pfeiltasten positionieren. Je genauer die Punkte im linken und rechten Bild übereinstimmen, umso perfekter wird Ihr 3D Bild.



Setzen Sie links Punkte an alle markante und für die Räumlichkeit relevante Stellen des Bildes. Augen, Nase, Mund, Haaransatz, entlang der Kontur, ... Kontrollieren Sie jeden Punkt auf exakte Position im rechten Bild. Ganz rechts sehen Sie, wie sich die Tiefenmaske aufbaut. Einzelne bereits gesetzte Punkte können mit der Maus ausgewählt werden, um sie nachträglich zu bearbeiten.



Die Tiefenmaske wird während der Arbeit rechts in grober Struktur angezeigt. Für die Verarbeitung wird sie Programm-intern geglättet und automatisch verfeinert.

Klicken Sie auf "VORSCHAU", um sich das Resultat Ihrer Arbeit anzusehen. Es wird eine animierte Vorschau im rechten Arbeitsfenster angezeigt.





Verbessern Sie die Position der Punkte oder fügen Sie Punkte hinzu, bis das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht.

Export

Exportieren Sie nun entweder nur die Tiefenmaske, die 19 Frame Bildsequenz oder das druckfertige Lenticularbild.

Wenn Sie ein Lenticularbild berechnen lassen, geben Sie bitte Druckbreite oder Höhe ein. Der jeweils andere Wert wird aus dem Seitenverhältnis der Quellbilder automatisch bestimmt.



Es ist extrem wichtig, den LPI Wert der verwendeten Linse bis auf 2 Stellen hinter dem Komma genau anzugeben. Von uns gelieferten Linsen liegt dieser Wert bei. In aller Regel können Sie sich danach richten. In sehr seltenen Fällen erfordert Ihr Drucker eine geringfügig abweichende Einstellung. Wenden Sie sich an uns, wir helfen Ihnen weiter.

Mit dem integrierten Print-Modul können Sie das Bild in höchstmöglicher Qualität drucken.

Tipps

Drucken Sie immer auf sehr starkes Papier oder Plastik mit einem guten Tintenstrahldrucker. Normales Papier mit 80g/m² ist absolut(!) ungeeignet. Reduzieren Sie die Farbmenge Ihres Druckers, damit das Papier nicht zu nass wird und auf-quillt. Laserdrucker erzeugen Lenticularbilder mit Struktur. Das Raster wird von der Linse unangenehm vergrößert dargestellt. Es interferiert mit der Linsenstruktur.

Download des Programms
Ohne Eingabe eines Lizenzschlüssels, kann das Programm keine Bilder exportieren.
Sie können aber alle Funktionen ohne Einschränkung ausprobieren.

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Zu Ihrer Orientierung:
- 62 LPI Folien für kleine Formate, wie Postkarte
- 60 LPI 3D Platten für Formate bis DIN A4
- 40 LPI 3D Platten für Formate bis 40x50 cm
- 20 LPI 3D Platten für Formate oberhalb 50x70 cm.


3DZ V7
2012
Lenticular Software
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